Anton Scharnagl
| geboren | 15.11.1877 (München) |
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| gestorben | 19.01.1955 (München) |
| Berufsgruppe | Geistliche (Geistliche) |
| Beruf | Weihbischof |
| Personenverzeichnis | Scharnagl Anton |
| Friedhof | Gruft Frauenkirche |
| Lage | Kapitelgruft-- |
| Wikipedia | Anton_Scharnagl |
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Anton Scharnagl wurde 78 Jahre alt. |
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Anton Scharnagl war ein katholischer Geistlicher, Kirchenrechtler und Weihbischof im Erzbistum München und Freising. Nach seinem Studium der Philosophie, Theologie und Rechtswissenschaften wurde er Priester und arbeitete zunächst in der Seelsorge in München. Gleichzeitig widmete er sich dem Kirchenrecht und habilitierte sich an der Universität München. Später lehrte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising, deren Rektor er wurde. Innerhalb des Erzbistums übernahm Scharnagl wichtige Ämter und war unter anderem Domdekan und Dompropst. 1943 wurde er zum Weihbischof geweiht.
Auch politisch war Scharnagl aktiv. Als Abgeordneter der Bayerischen Volkspartei gehörte er dem Bayerischen Landtag an und setzte sich besonders mit kirchen- und schulpolitischen Fragen auseinander. Eine wichtige Rolle spielte er beim Zustandekommen des Bayerischen Konkordats von 1924. Während der NS-Zeit geriet Scharnagl wegen persönlicher Verfehlungen unter Druck der Gestapo und gab ihr nachweislich kircheninterne Informationen. Die genaue Bedeutung und Reichweite dieser Zusammenarbeit ist in der Forschung unterschiedlich bewertet worden.
Scharnagl lebte zuletzt in der Widenmayerstraße im Münchner Lehel .