2.10.1904 – Vernichtungsbefehl von Lothar von Trotha

Am 2. Oktober 1904 erließ General Lothar von Trotha seinen berüchtigten Vernichtungsbefehl gegen die Herero. Er erklärte, die Herero sollten das Gebiet verlassen; bewaffnete und unbewaffnete Menschen wurden gleichermaßen bedroht. Der Befehl steht für die gezielte Vernichtungspolitik der deutschen Kolonialtruppen. Er wurde im Dezember 1904 formal zurückgenommen, doch Gewalt, Vertreibung, Gefangenschaft und tödliche Lebensbedingungen setzten sich fort.