Taten des Herkules
Herkules besiegt
Antaios
Dieses Medaillon erzählt eine Episode aus der zwölften und
letzten Aufgabe des Herakles. Auf der Suche nach den goldenen Äpfeln der Hesperiden
wird Herakles von Antaios zum Kampf herausgefordert. Der Riese Antaios, Sohn der
Gaia und des Poseidon, galt als unbesiegbar, da ihm jede Berührung mit der Erde neue
Kraft verlieh. Herakles konnte den Riesen besiegen, indem er ihn in die Luft hob, so
dass er keine neue Kraft mehr schöpfen konnte, und erwürgte ihn. Das Medaillon
stellt das Anheben des Antaios durch Herakles dar.
5. Arbeit: Ausmisten der Rinderställe des
Augias
Herkules musste die völlig verschmutzten Ställe des an
Rindern reichen Augias, König von Elis, an einem Tag säubern. Er schafft die
schmähliche und schier unmögliche Aufgabe, indem er zwei nahe gelegene Flüsse
(Alpheios und Peneios) durch den Stall leitete und so säuberte. Auf dem Medaillon
ist die Umleiten der Flüsse und das Reinigen dargestellt.
1. Arbeit: Erlegung des Nemëischen
Löwen
Der Nemëische Löwe trägt ein unverletzliches Fell. Herakles
schnürt dem unverwundbaren Nemaischen Löwen die Kehle zu bis dieser erstickt.
Anschließend häutet er den Löwen mit dessen eigenen Krallen. Er verwendet ihn fortan
als Umhang; der Löwenkopf dient ihm als Helm und das Löwenfell als Panzer. Dadurch
wird er fast unverwundbar.
8. Arbeit: Zähmung der menschenfressenden
Rosse des Diomedes
Die wilden Stuten des Diomedes, Sohn des
Kriegsgottes Ares, sind Menschenfresser. Herkules wirft ihnen Diomedes selbst zum
Fraß vor, wodurch die Tiere zahm werden und sich zu Eurystheus führen lassen. Dieser
weiht die Pferde der Hera. Der Mythologie nach soll auf einem Nachkömmling der Rosse
des Diomedes Alexander der Große geritten sein. Auf dem Medaillon ist die Bändigung
der Pferde durch Herkules dargestellt.
11. Arbeit: Pflücken der goldenen Äpfel
der Hesperiden
Herakles muss für diese Aufgabe bis zu den Säulen des
Herakles auf Gibraltar. Die Hesperiden bewachen im Göttergarten zusammen mit dem
hundertköpfigen Drachen Ladon den Baum mit den goldenen Äpfeln. Nur mit einer List
kann Herkules die Äpfel der Hesperiden stehlen, indem er Atlas, den Vater der
Hesperiden, mittels einer List dazu bewog, die Äpfel zu holen, während er an dessen
Stelle für kurze Zeit das Himmelsgewölbe trägt. Auf dem Medaillon ist diese Szene
dargestellt.
2. Arbeit: Tötung der neunköpfigen Hydra
(Lernäischen Schlange)
Die Hydra ist eine neunköpfige Schlange, der
für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue Köpfe nachwachsen. Herkules kann sie
besiegen, weil sein Freund Jolaos die Halsstümpfe mit einer Fackel ausbrennt. Den
Rumpf der Hydra spaltete er in zwei Teile und in das Blut taucht er seine
Pfeilspitzen. Die giftigen Pfeile schlagen nun unheilbare, tödliche Wunden.
7. Arbeit: Einfangen des Kretischen
Stiers
Der dem Poseidon heilige Stier wird dem König Minos von Kreta
gesandt, um ihn zu opfern. Minos verschont den Stier wegen seiner Schönheit, worauf
Poseidon das Tier große Verwüstungen anrichten lässt. Herkules bändigt das Tier und
bringt es vor Eurystheus. Der lässt den Stier frei, der in Abwesenheit des Herkules
seine Zahmheit wieder verliert und erneut ganze Landstriche verwüstet. Erst Theseus
kann ihn endgültig besiegen. Auf dem Medaillon ist dargestellt, wie Herakles den
Stier bändigt.
12. Arbeit: Heraufbringen des Wachhundes
der Unterwelt, Kerberos, an die Oberwelt
Hades erlaubt Herakles die
zeitweilige Entfernung des Ungeheuers, wenn Herkules auf seine Waffen verzichtet.
Tatsächlich kann er in einem gigantischen Ringkampf die Bestie überwältigen und
gefesselt zu Eurystheus bringen. Nebenbei erlöst er Theseus aus der Unterwelt. Auf
dem Medaillon ist zu erkennen, wie Herakles bei der Bändigung von Kerberos seine
selbstgeschnitzte Keule schwingt.
4. Arbeit: Einfangen des Erymanthischen
Ebers
Der Nachkomme der gewaltigen Sau Phaia verwüstete die Gegend
um den Berg Erymanthos. Herakles trieb sie aus dem Dickicht des Waldes in ein
Schneefeld hinein, in dem der Eber rasch ermüdete und so eingefangen werden konnte.
Auf dem Medaillon ist das Fesseln des Tieres abgebildet.
6. Arbeit: Ausrottung der Stymphalischen
Vögel
Die am Stymphalischen See lebenden Vögel besitzen eherne
Federn, die sie als Pfeile auf Menschen abschießen. Herkules erhält von Athene zwei
große eherne Klappern, welche Hephaistos angefertigt hatte. Mit deren Hilfe konnte
er die Vögel aufscheuchen und viele von ihnen mit seinen vergifteten Pfeilen töten.
Der Rest verließ die Gegend und kam nie wieder. Auf dem Medaillon ist eine Szene
abgebildet, wie Herakles den Bogen spannt.
9. Arbeit: Herbeischaffung des
Wehrgehänges der Amazonenkönigin Hippolyte
Herakles soll den
Zaubergürtel der Amazonenkönigin Hippolyte herbeischaffen. Bei dem Wehrgehänge
handelt sich um den kostbaren Gürtel ihres Vaters Ares. Hippolyte ist zunächst
bereit Herkules ihr Wehrgehänge auszuhändigen. Hera ist damit nicht einverstanden
und wiegelt die Amazonen mit einem Gerücht über eine geplante Entführung gegen
Herakles auf. Das Medaillon stellt den Kampf des Herakles mit einer Amazone dar.
3. Arbeit: Einfangen der Kerynitischen
Hirschkuh
Die Hindin hatte goldene Hufe und ein goldenes Geweih. Sie
war so schnell, dass sie jedem Pfeil entkommen konnte. Da die Hirschkuh heilig war,
durfte Herakles sie nicht erlegen, sondern musste sie lebend fangen. Für die Jagd
brauchte er ein ganzes Jahr, bevor er sie endlich schlafend mit einem Netz einfangen
konnte. Das Medaillon stellt die Bändigung der Hirschkuh durch Herakles dar.